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  • Eva Maria

Great Barrier Reef, Whitsunday Island & Whitehaven Beach – Der Stoff, aus dem Träume gemacht werden

Sand so weiß & fein wie gesiebtes Mehl, konstante Temperaturen von 27 Grad und Wasser, das so seicht und klar ist, dass man am liebsten den ganzen Tag lang einfach nur darin planschen würde. Und dann, ein paar wenige Minuten entfernt, liegt eines der ältesten Riffe der Welt, wo Meeresschildkröten auf dich warten, um dir endlich die bunteste Welt der Korallen und Fische zu zeigen ... Klingt wie ein Traum? Welcome to wonderful Australia!

Laut Google Ranking handelt es sich beim Whitehaven Beach um den 2. schönsten Strand der Welt. Nur in der Karibik soll´s noch traumhafter sein. Es wundert uns daher auch kaum, dass eine Nacht im nächstgelegenen Hotel um die 10.000 AUD (rund 6.000 €) kostet. Eine ganze Nacht ging sich nicht ganz aus ;) – aber ein Tagestrip, der für immer in unserem persönlichen Lebensalbum ganz weit vorne abgespeichert wurde.


Da wir gerade zu einer für uns perfekten Zeit unterwegs sind, wo die Schulferien schon wieder zu Ende sind und der Urlauberverkehr ein bisschen nachlässt (Australier verbringen ihre Ferien nämlich auch am liebsten in ihrem 2. Zuhause auf Rädern), hatten wir auch mit der Buchung dieser Tour keine großen Probleme. Im Vorhinein zu buchen, wurde uns zwar von vielen Seiten empfohlen, war bei unserer Reiseplanung aber nicht ganz so einfach. David und ich leben nämlich nach dem Prinzip: Wir planen nicht vor morgen. ;)


Am Nachmittag also in Airlie Beach, einem kleinen Küstendorf mit 2.500 Einwohnern und gleichzeitig dem idealen Ausgangspunkt für die Whitsunday Islands, angekommen, ging es für uns direkt in eines der zahlreichen Büros der Tourenanbieter. Und wir müssen ganz klar sagen, wir haben noch nie eine so gut organisierte Tour erlebt. Die Beratung war top, man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, etwas aufgeschwatzt zu bekommen. Gepaart mit ein wenig Verhandlungsgeschick und einem Geschenk der besten Trauzeugen der Welt, die uns zur Hochzeit einen 1-stündigen Rundflug über das Greatbarrier Reef und die Whitsundays ermöglichten, konnten wir uns also für eine Ganz-Tages-Tour entscheiden.


Es ging frühmorgens bei strahlend schönem Wetter los zum Hangar, wo uns eine kleine Cessna und ein junger, nicht ganz so schlecht aussehender Pilot erwarteten. (David rollt neben mir mit den Augen ...) ;) Gemeinsam mit zwei Amis ging es also los, ein Fensterplatz für jeden war garantiert. Eine komplette Stunde segelten wir angefangen von einem Teil der Whitsunday Islands, zu denen 74 meist unbewohnte Inseln gehören, weiter zum weltbekannten Whitehaven Beach bis hin zum Great Barrier Reef.

Während ich so vor mich hinschreibe, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll zu erzählen. Man sitzt in diesem kleinen Flugzeug und vergisst einfach komplett alles um sich herum. Die Inseln, die oft so klein sind, dass man sie gefühlt mit ein paar schnellen Schritten umrunden könnte, wirken mit ihren schneeweißen Sandstränden und dem türkisblauen Wasser wie aus einem Märchenbuch. Auf manchen steht ein kleines Häuschen (und man stellt sich automatisch vor, wie es wohl wäre, der Besitzer dieser kleinen Insel zu sein ... ;)).

Und plötzlich dreht der kleine Flieger nach links und du siehst ihn. Den wohl atemberaubendsten Strand der Welt. Whitehaven Beach! Sand mit 99 % Quarzgehalt, was wie wir lernen durften, zum einen dafür sorgt, dass er sich anfühlt wie Staubzucker und auch fast so aussieht, und zum anderen auch verhindert, dass er heiß wird. Viele nutzen die Gelegenheit am Strand auch dazu, ihren Schmuck zu säubern, oder sich von Kopf bis Fuß mit dem Sand einzureiben. Er soll so ziemlich alles wieder zum Strahlen bringen und wie ein Jungbrunnen wirken. Ob wir´s versucht haben wollt ihr wissen?! Na ratet mal ... ;)

Das Wasser wird von einer Vielzahl an Sandbänken durchzogen, die zum einen das blaue Wasser vom Pazifik und das grüne Wasser vom Flusszulauf aus dem Inneren der Insel mischt und dem Ganzen seine spektakuläre Farbe verleiht. Als hätte jemand mit Wasserfarben ein Bild gemalt. Von der Luft aus wirklich ein Anblick, der einem den Atem raubt und vom Land aus bei weitem nicht so wahrgenommen werden kann.


Und als wäre das nicht genug, kam gleich im Anschluss das absolute Highlight. Nach ein paar km über tiefblauem Wasser, begann das Meer von türkisfarbenen Flecken durchzogen zu werden. Wie ein Tor zu einem der atemberaubendsten Naturwunder der Welt. Das Great Barrier Reef. Mit einer Länge von insgesamt 2.300 km, ist es das größte Korallenriff der Welt. Das Wasser war so klar, dass man von der Luft aus grüne Meeresschildkröten sehen konnte. Ihr könnt euch also vorstellen, wie groß diese sein mussten ...


Und genau mit diesen Schildkröten durften wir ein paar Stunden später unser nächstes Abenteuer erleben. Vom Flugzeug mittlerweile auf ein Boot gewechselt, haben wir die Strecke ganz ähnlich auf dem Wasser zurückgelegt. An den kleinen Inseln vorbei zum Whitehaven Beach, wo wir so ziemlich die einzigen Besucher waren, durften wir die Insel nun selbst erkunden. Whitehaven Beach ist unbewohnt, steht unter Naturschutz und darf nur von wenigen Tourenanbietern angefahren werden. Und was soll ich sagen, die Ringe blitzen wie am ersten Tag und auch David und ich sind nach der Sandkur um einige Jahre jünger geworden. ;)


Nach einem fantastischen Mittagessen an Board, mitten in den Sandbänken ging es dann weiter zu Abenteuer Nummer 3 – zwei verschiedenen Schnorchelspots im Great Barrier Reef. Von Mantarochen begleitet, hat das Boot in zwei kleinen Buchten geankert und uns mitten in eine Welt aus bunten Korallen, Fischen und Meeresschildkröten eintauchen lassen. Ab und an begegnet man dort neben Stingrays auch kleinen Haien, die sich zu dem Zeitpunkt aber vor uns versteckt hielten (e besser so ...). Wir trauten unseren Augen jedoch kaum, als dafür neben uns plötzlich genau eine dieser riesengroßen Schildkröten auftauchte, die wir zuvor noch aus der Luft beobachtet hatten. Ein unglaublich tolles Erlebnis, sie auf ein paar Metern zu begleiten und mit ihr zu schwimmen!


David hat wieder mal die schönsten Momente in Bildern festgehalten, die wir nur zu gerne mit euch teilen.


We take photos as a return ticket to a moment otherwise gone.







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